Im Zug von Brilon nach Dortmund. 15-Jähriger bedroht und beklaut Briloner. Polizei ermittelt wegen räuberischer Erpressung

15-Jähriger von Gleichaltrigem bedroht und beklaut – Bundespolizei stellt Tatverdächtigen

Am Nachmittag (14. Mai) soll ein Jugendlicher einen Jungen in einem Regionalexpress von Brilon nach Dortmund unter Androhung von Schlägen bestohlen haben. Wenig später wurde der Minderjährige im Hauptbahnhof Dortmund gestellt.

Gegen 15:50 Uhr erschien ein 15-Jähriger in der Bundespolizeiwache am Dortmunder Hauptbahnhof und gab an bedroht worden zu sein. Zuvor soll er mit dem RE57 von Brilon nach Dortmund gefahren sein. Kurz vor der Einfahrt in den Hauptbahnhof Dortmund soll ihn ein Jugendlicher unter Androhung von Schlägen aufgefordert haben, seine Taschen zu leeren. Anschließend soll der Tatverdächtige die elektronische Zigarette des deutschen Staatsbürgers an sich genommen und geäußert haben, dass diese jetzt ihm gehören würde. Nachdem die beiden Jungen (15, 15) den Zug in Dortmund verließen, wurde der geschädigte Minderjährige aus Brilon schließlich in der Bundespolizeidienststelle vorstellig und schilderte den Polizisten den Sachverhalt.

Während einer Fahndung im Nahbereich stellten die Bundespolizisten den italienischen Staatsangehörigen kurze Zeit später in einem Drogeriegeschäft im Hauptbahnhof. Dieser versuchte sich zunächst hinter einem Regal vor den Beamten zu verstecken, stellte sich dann aber schließlich. Eine Durchsuchung des Jungen aus Olsberg verlief negativ. Durch eine Videoauswertung des Geschäftes ermittelten die Einsatzkräfte dann aber, dass er die E-Zigarette zuvor in einem Regal versteckte, bevor er sich ihnen stellte.

Nach dem der 15-jährige Italiener dem Bundespolizeirevier zugeführt wurde, kontaktierten die Polizeibeamten die Mutter des Jungen. Diese erschien wenig später in der Wache und holte ihren Sohn ab. Die Bundespolizisten leiteten gegen den Jugendlichen ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung und räuberischer Erpressung ein.

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Pia Leonhardt, Bundespolizeiinspektion Dortmund, Pressestelle
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