Sicherheitslücke bei Webex – Frage: Warum nutzen deutsche Behörden unsichere US-Systeme?

Sicherheitslücke bei Webex:  Am 02. März 2024 wurde ein Mitschnitt einer Strategiekonferenz der deutschen Bundeswehr mit hochsensiblen strategischen Informationen öffentlich. Das gesamte Meeting wurde abgehört und mitgeschnitten.

Doch wie kann es sein, dass die Bundeswehr für vertrauliche Gespräche ein US-amerikanisches System wie Webex nutzt? Es ist bekannt, dass Webex keine durchgängige und ausreichende Verschlüsselung bietet. In der Vergangenheit wurde bereits über kritische Sicherheitslücken des Systems berichtet. Auch die Weitergabe von Daten an Drittanbieter kann bei der Nutzung von Webex nicht ausgeschlossen werden. Vor allem aber ist die Teilnahme an Meetings per Telefoneinwahl oder Browser nicht sicher.

Die Telefoneinwahl unterliegt der Kontrolle der jeweiligen Nationalstaaten – sie ist ein Einfallstor für das Abhören jedweder Gespräche. Für den deutschen Videokonferenzanbieter alfaview ist es völlig unverständlich, warum deutsche Behörden ein bekanntermaßen völlig unsicheres Videokonferenzsystem aus den USA nutzen.

Oftmals empfehlen IT- und Beratungshäuser Webex-Instanzen, weil sie damit Millionen verdienen. Sicherheit spielt dabei oft eine untergeordnete Rolle. Es ist nicht nachvollziehbar, warum hunderte Millionen an Steuergeldern ins Silicon Valley fließen, anstatt deutsche oder europäische Anbieter zu fördern. Diese Mittel fehlen letztlich den deutschen und europäischen Unternehmen. Der Sicherheitsskandal aber vor allem deshalb brisant, weil ein sicheres, hochverfügbares und datenschutzkonformes System aus Deutschland existiert. Es besteht keine Notwendigkeit, auf Systeme aus Drittstaaten zurückzugreifen.

Wie kann es sein, dass deutsche Behörden und öffentliche Einrichtungen ganz selbstverständlich Systeme US-amerikanischer Hersteller nutzen, obwohl bei der Nutzung sensible Daten abgegriffen werden können?

alfaview ist ein deutscher Anbieter, der am Technologiestandort Deutschland hochprofessionelle Softwareentwicklung betreibt. Warum wird in Deutschland nicht ganz bewusst auf Anbieter gesetzt, die die gesetzlichen Bedingungen unseres Rechtsraumes einhalten und qualitativ hochwertige, sichere und leistungsfähige Plattformen betreiben?

Warum verschließt man die Augen vor existierenden Alternativen aus Deutschland und nutzt unsichere US-Produkte, die nicht abhörsicher sind? Warum bastelt jede Institution an eigenen, instabilen Systemen, anstatt das langjährige und fundierte Know-how eines professionellen Anbieters zu nutzen?

Um den Technologiestandort Deutschland zu schützen, müssen sensible und vertrauliche Daten, aber auch Geschäftsgeheimnisse von deutschen Unternehmen in Europa bleiben. Wir sollten jetzt handeln und auch in der Praxis durchsetzen, dass unsichere Videokommunikationssysteme, die nicht auf der Basis unseres Rechtssystems operieren, in Deutschland und der Europäischen Union nicht länger genutzt werden dürfen.

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Quelle: Presseteam, alfaview gmbh
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